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Humor in der Psychotherapie

"Uns kommt nur noch die Komödie bei“ hat Friedrich Dürrenmatt über seine Stücke gesagt. 

Doch was hat die Dramentheorie eines Schriftsellers mit Psychotherapie zu tun? Außer, dass eines seiner bekanntesten Stücke „Die Physiker“ in einer nervlichen Heilanstalt spielt? 

Ganz einfach: Humor in schwierigen Lebenslagen. 

Dabei geht es nicht darum psychische Probleme einfach wegzulachen und auf die leichte Schulter zu nehmen. Aber Humor hilft uns den nötigen Abstand zu, z.B. für uns katastrophale Situationen, zu gewinnen und macht uns so das Reflektieren leichter. Übrigens auch Dürrenmatt’s Ansicht: Schwere Themen in gut verständliche, witzige, etwas kroteske Kost zu verwandeln und der Zuschauer fängt an darüber nachzudenken. Abstand ist hier hilfreicher als Identifikation und Mitleid. 

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Genau so kann Humor auch in der Therapie zum Einsatz kommen. Dabei wird der Patient/in selbstverständlich nie die Zielscheibe eines Witzes, aber mit einer Prise Humor kann man den nötigen Abstand für den Patienten/in erzeugen, der ihm oder ihr hilft eigene irrationale Bewertungen, Katastrophisierungen, absolute Erwartungen oder verzerrte Glaubenssätze zu hinterfragen. 

Und außerdem macht eine Therapie so auch gleich viel mehr Spaß, denn auch wenn es um Problematiken und ernste Themen geht: es darf auch durchaus mal Spaß machen an sich selbst zu arbeiten! 

Oder um es mit den Worten des  Psychologen Albert Ellis zu sagen (Begründer der REVT-Methode): „Der Sinn für Humor allein wird nicht alle emotionalen Probleme heilen. Aber die Weigerung, all die düsteren Seiten des Lebens all zu ernst zu nehmen, wird schon viel erreichen.“